Das Gold der Sonne Apuliens


Das Gold der Sonne Apuliens.

Bevor ich die roten Flächen hinter der leichten Anhöhe an der mit blühendem Oleander gesäumten Straße entdecke, erreicht meine Nase bereits ein fruchtig-süßer Geruch.

Das Areal so groß wie zehn Fußballfelder, grafisch durch eine Vielzahl von Trocknungshochbeeten aufgeteilt, befindet sich am Stiefelabsatz Italiens. Ich stehe vor einem riesigen Gelände mit den zu trocknenden Tomaten, dazwischen über hundertsiebzig, überwiegend weiß gekleidete Frauen mit bunten Schürzen. Den Schutz vor der sengenden Sonne bildet eine bunte Mischung exotisch anmutender Kopfbedeckungen. Hüte, die nicht nur in Italien üblich sind, ergeben ein farbenfrohes Bild, auch werde ich bald in meiner Muttersprache angesprochen. Wie so häufig, gibt es im südlichsten Teil Italiens auch hier Heimkehrer aus ihrer Gastarbeiterzeit in der Ferne. Oft hörte ich schon, Deutschland sei ganz schön gewesen, nur das Wetter wäre hier einfach besser und leben müsse man ja irgendwo und außerdem, Heimat sei eben Heimat. Ein Schmunzeln konnte ich mir aber nicht verkneifen, denn eine solche Aussage mit bayrischem Akzent oder einem breiten Kölsch zeugte von einer längeren Zeit im Gastland.

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